Kartonismus - Kunst aus Wellpappe

Made out of cardboard, cut with a scalpel, arranged into large-scale collages or objects, bonded with glues and subsequently painted: that's Kartonismus by Björn von Schlippe.

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Säule der Verbundenheit / collumn of connection

Die Säule der Verbundenheit die ich hier zeige, ist eine 5 Meter hohe, achteckige Pappsäule mit 64 Profilen (Porträts) der Menschen aus dem Stadtteil. Sie ragt aus einem achteckigen, dreistufigen Fundament heraus und wird von innen beleuchtet. Die Idee ist es, das Thema Verbundenheit ins Bewusstsein zu bringen und zugleich mein Wunsch, der Polarisierung und Polemik, den zunehmenden Hassbotschaften und der Spaltung in der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen. Dabei steht die Säule mit den Profilen, auch als Symbol für jeden Einzelnen in der Gesellschaft als etwas Tragendes. Wir alle sind, im übertragenen Sinne, Säulen der Gesellschaft und der Demokratie.

Nach dem Motto, „Mach mit und zeig Profil!“ sind die Menschen aufgerufen, aktiv an der Säule mitzuwirken, indem sie ihr Profil zur Verfügung stellen. Von Menschen für Menschen. Für die aktuelle Säule, habe ich Menschen aus der Umgebung mobilisiert. Mein Plan ist es, die Säule auch als wetterfeste Installation (Stein und Metall) im Stadtteil zu installieren.

Wenn sich die Idee gut durchsetzt, soll es viele solcher Säulen in Hamburg und darüber hinaus geben. „Mach mit!“

Fotos vom making of

Erste “Säule der Verbundenheit” (noch Tower of Power, aus Wellpappe) in Leeuwarden (NL) 2018, beim Media Art Festival https://mediaartfriesland.nl/2018/ zu einer Pop-Up Exhibition.

Foto: Tom Meixner

Foto: Tom Meixner

Pop-Up Towers   Foto: Björn von Schlippe

Pop-Up Towers Foto: Björn von Schlippe


Ideencollage für einen neuen Turm/Skulptur (Tower of Power), in Hamburg Rahlstedt, vorgestellt bei den offenen Ateliers 2018, im Künstlerhaus Ohlendorffturm


Profil-Impressionen (Tower of Power)


Impressionen erster Turm Entwurf (OT2 Ohlendorffturm2)

1956 wurde hier ein Turm abgerissen, der unserem Künstlerhaus seinen Namen gab - der Ohlendorffturm. Er stand unmittelbar neben den Ateliers und war ein beliebtes Ausflugsziel. Seitdem liegt der Platz brach. Meine Idee war es zunächst einen temporären Turm zu installieren. Nach Besuchen im Stadtarchiv begann ich frei zu Gestalten, zu Kleben, zu Zeichnen.

Diese Ideensammlung wurde bei den offenen Ateliers 2018 präsentiert (Fotos unten). Der zweite Turm ist eine Vorlage in 1:2 für eine Metall Skulptur. Die Idee dabei ist es, die Menschen aus der Nachbarschaft anzuregen, Profil zu zeigen für ein tolerantes, freundliches, respektvolles Miteinander. Diese Profile werden dann in der Skulptur verewigt. Bisher noch in Pappe, später dann in Stahl (COR-TEN Stahl, rostender wetterfester Stahl). Diese Skulpturen sollen dauerhaft von innen beleuchtet sein und überall in der Stadt auf freien Plätzen aufgestellt werden.

Die “Säule der Verbundenheit / collumn of connection” entsteht erst einmal in Wellpappe. Ich baue sie grade in 1:1 um ein echtes Gefühl für die Dimension des Ganzen zu bekommen. Vielleicht bleibt es auch in Pappe und es wird viele verschiedene Säulen geben. In Bahnhöfen, Foyers, Einkaufszentren etc. Ich möchte es als Symbol für die Verbundenheit aller Menschen und als Basis für unser Zusammenleben, für unsere Demokratie überhaupt verstanden wissen. Sie ist damit ein Gegenpol für die zunehmende Entfremdung der Menschen voneinander, aber auch von sich selbst und der Natur aus der wir kommen und in die wir zurückkehren. Verbundenheit ist für mich von ganz zentralem Wert.

TV Beiträge

Hamburg 1 lädt mich ins Studio (20 Minuten live Interview am 29.10.2018) um über die Tage der offenen Ateliers im Künstlerhaus Ohlendorffturm, vom 2.-4.11.2018 zu berichten